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Samstag, 28. Januar 2012

Applethinning again

Während sich unsere Reisebegleiter Richtung Süden verabschiedeten, blieben Frank und Ich in Motueka um uns mal wieder auf Arbeitssuche zu begeben. Im Gegensatz zu Napier ging das diesesmal echt schnell. Kaum angekommen drückte uns die alte Hostelbesitzerin ne Telefonnummer in die Hand und ehe wir uns versahen standen wir auch schon wieder aufm Apfelfeld. Die Arbeit ist zwar wieder die gleiche, aber dafür wissen wir wenigstens genau was wir machen müssen.^^ Und da unsere “Leistung” hier auch noch auf Stundenbasis entlohnt wird, könnt ihr euch sicher vorstellen, dass sich unsere Arbeitsmoral und -geschwindigkeit in überschaubaren Grenzen halten xD
Nachdem sowohl Frank als auch Ich anfangs mehrmals täglich kurz vor dem Rausschmiss standen, hat uns unserer leicht bekloppter, cholerischer, rassistischer Boss mittlerweile scheinbar ins Herz geschlossen. Der Typ hat zwar echt nicht mehr alle Latten am Zaun, da er uns aber gut bezahlt bleiben wir hier sicher noch ne Weile… schließlich brauchen wir das Geld. In nächster Zeit wird’s also sicher nicht so viel Neues zu berichten geben…

Da das Wetter im deutschen Lande, wie nun bereits mehrfach gehört, eher schlecht zu sein scheint (oder wie Benni es auszudrücken vermochte, derart unschön ist, dass es einem schwer fällt sich morgens auf den Weg zur Uni zu machen und nicht die Abkürzung über den Balkon zu nehmen^^) will ich euch mal nicht unnötig mit unserer klimatischen Situation langweilen ;-) Damit ihr aber eine ungefähre Ahnung davon habt, wie, wo und mit wem wir so unsere Nachmittage und freien Tage verbringen, hier noch ein paar Bildchen:

Sonntag, 15. Januar 2012

Bye bye North Island

Am 5. Januar war es soweit, zusammen mit Laura, Annick, Sebastian, Lukas und Thorben (natürlich alles Deutsche :-/ ) ging es Richtung Südinsel. Die Fährüberfahrt war an sich relativ unspektakulär, da wir die meiste Zeit nur nachts, sprich im Dunkeln, unterwegs waren und somit nicht allzu viel sehen konnten. Der einzige Aufreger war eine alte Frau, die meinte kurz vorm Ziel von Bord hüpfen zu müssen. Da wir die anschließend ewig suchen mussten (lt. örtlicher Zeitung hat sie sich dann selbst ans Ufer gerettet und ihr geht’s soweit auch ganz gut) kamen wir erst nachts um halb 4 in Picton an… mehr als im Hostel einchecken und schlafen gehen war dann natürlich nicht mehr drin.

Da Picton frei von jeglichen interessanten Sachen ist, waren wir nach den zwei, bereits auf der Nordinsel gebuchten Nächten schnell weg. Der einzige wirkliche Plan den wir alle hatten war, den Abel Tasman Nationalpark zu besuchen und an seinen Küsten ein bisschen mit dem Kayak zu paddeln. Da wir die Tour, der Wettervorhersage sei dank, aber erst Samstag starten konnten/wollten, blieb noch Zeit für ein wenig Sightseeing. Nach einer knapp 12km langen Wanderung entlang des sog. Queen Charlotte Tracks und 3 Nächten in Nelson (hübsches Städtchen) fuhren wir ganz in den Norden der Südinsel, hoch ans Cape Farewell. Neben traumhaft schönen Stränden und einer tollen Landschaft sahen wir hier auch wieder unzählige Robben.

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Teilweise ist auf den Bildern zu erkennen, dass sich das Wetter nicht von seiner allerbesten Seite gezeigt hat. Zum Glück änderte sich das, genau wie in der Vorhersage, zum Positiven und unser Kayaktrip verlief so wie wir es uns vorgestellt hatten. Samstag, den 14.01. um 8:30 Uhr brachte uns ein Wassertaxi an den 16km entfernten Strand mitten im Abel Tasman Nationalpark, an dem schon unsere Kayaks auf uns warteten. Zusammen mit unserem “Führer” (sie hieß glaub ich Eische?!) paddelten wir die nächsten Stunden eben diese 16km zurück, hielten an einigen schönen Stränden, durchquerten diverse Höhlen, sahen schon wieder Robben, aßen lecker und tranken ein paar Bier ;-) Alles in allem ein super Tag. Aber seht selbst…

Montag, 2. Januar 2012

Von Napier nach Wellington

Also ich hatte ja bereits im letzten Post geschrieben wie unsere Aktivitäten zwischen Weihnachten und Neujahr aussehen sollten. Damit ihr auch wisst wie es uns dabei erging hier meine kleine Zusammenfassung…

Mahia Peninsula:
Der Ausflug zur Mahia-Halbinsel hat sich aber mal sowas von gelohnt, alles war genau so wie wir es uns vorgestellt hatten. Nicht eine Wolke am Himmel, ein super Strand für uns alleine, abgeschnitten von der Außenwelt, die nächste Siedlung zig Kilometer entfernt, den ganzen Tag keinen Finger gerührt und durchs Wildcampen einiges an Geld gespart. Alles in allem kann man sagen, es ließ sich aushalten xD

Tongariro Alpine Crossing:
So schön das Wetter auf der Mahia Peninsula auch war, umso schlechter war es im Tongariro National Park. Für alle die es nicht wissen, es handelt sich hierbei um eine einzigartige Vulkanlandschaft, in dessen Zentrum sich der Mt. Tongariro, einigen sicher auch als Schicksalsberg aus “Der Herr der Ringe” bekannt, befindet.
Früh am Morgen –zu dem Zeitpunkt war es immerhin noch trocken- machten wir uns auf den Weg, den knapp 19,4 km langen Track zu bezwingen. Anfangs ging es entlang am Fuße des Mt. Tongariro, ehe es innerhalb kürzester Zeit hoch auf über 1900m ging (hier liegt sogar Schnee!). Hier oben wars vorbei mit dem trockenen Wetter… ein dermaßen starker Wind, dass man sich kaum auf den Beinen halten konnte gepaart mit einem äußerst ekelhaften Hagel-/Regen-was-auch-immer-Wetter haben uns die Lust am Weiterlaufen kräftig vermiest. Ein kleiner Umweg von ca. 10km (dank Sichtverhältnissen von teilweise unter 10m haben wir eine falsche Route genommen) hat auch nicht wirklich für bessere Stimmung gesorgt.^^ Irgendwie weiß ich gar nicht so recht wie ich diese Wanderung beschreiben soll… sie war definitiv anstrengend, bei dem Wetter auf jeden Fall nicht empfehlenswert, aber doch irgendwie schön. Während der insgesamt knapp 30 zurückgelegten Kilometer sind wir nämlich durch 4 Vegetationszonen gelaufen: (Stein-)wüste, Hochgebirge, Steppe und Regenwald. So oft sieht man sowas ja auch nicht im Laufe eines Tages.

Wellington und Neujahr:
Tja, jetzt sind wir also in der Hauptstadt, einer kleinen Großstadt mit (je nachdem wo man die Stadtgrenzen zieht, da ist man sich hier nicht so einig) zw. 160.000 und 480.000 Einwohnern. Da sich das Wetter hier in den ersten zwei Tagen aber auch von seiner schlechtesten Seite präsentierte, blieb bislang nur Zeit für einen kleinen Stadtrundgang. Dennoch kann ich bereits jetzt sagen, dass mir die Stadt sehr gut gefällt, deutlich besser als Auckland auf jeden Fall. Keine Ahnung warum, ist halt einfach so :-) Das Wellington den Ruf einer jungen, hippen Studentenstadt hat, hat man dann zu Silvester gemerkt. Hier gibt's echt unzählige Clubs, Pubs und Bars. Wie wir es geschafft haben, im wahrscheinlich einzigen Schwulen- und Lesbenclub der Stadt zu feiern weiß ich aber auch nicht. Lag sicher z.T. am Alkohol. xD Sonst gibts zu dem Abend aber auch nicht so viel zu sagen, geböllert wird in Neuseeland nur von der Stadt selbst, Privatpersonen dürfen nicht. Aufgrund des Wetters wurde dieses Feuerwerk aber auch abgesagt, so dass sich der Abend im Grunde nicht wirklich von anderen unterschieden hat. War aber trotzdem lustig und in diesem Sinne dann nochmal an alle ein FROHES und GESUNDES NEUES JAHR !!!